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Tomaten mit Geschmack: Intelligente Züchtungen und Gentechnik
2006 - DVD - 7 Min. - Nr. 125.N014
Schön sehen sie aus, die modernen Kulturtomaten. Der einzige Nachteil: Oft schmecken sie nach nichts. Viele Jahrzehnte der Züchtung auf Produktivfaktoren, wie schönes Aussehen oder gute Transportfähigkeit, haben ihre inneren Werte verkümmern lassen. Dies könnte sich nun ändern: Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Pflanzenphysiologie und der Hebrew University, Tel Aviv haben Methoden entwickelt, mit der sie gezielt bestimmen können, welcher Teil des Erbgutes von Tomatenkreuzungen für welche Inhaltsstoffe verantwortlich ist.
Die israelischen Wissenschaftler haben spezielle Tomatenkreuzungen entwickelt, so genannte Introgressionslinien, bei denen jeweils nur ein bestimmter Teil des Erbgutes einer Wildtomatenart eingebaut ist. Die Wissenschaftler am Max-Planck-Institut können mit der von ihnen entwickelten Kombination aus Gaschromatograph und Massenspektrometer, dem Metabolitenprofiling, gleichzeitig über hundert Inhaltsstoffe analysieren. Für den Geschmack sind insbesondere Zucker und bestimmt Aminosäuren verantwortlich. Nicht erwünscht sind dagegen Giftstoffe, mit denen sich die Wildtomaten gegen Fraßfeinde wehren. Viele Wildsorten haben auch einen erhöhten Gehalt an Vitaminen. Die Wissenschaftler können nun mit den neu entwickelten Methoden solche Eigenschaften wesentlich schneller einkreuzen. Die intelligente Züchtung, oder englisch "smart breeding", kombiniert gentechnische und chemische Analysemethoden mit klassischer Züchtung. Der Film zeigt Möglichkeiten und Grenzen dieser Züchtungsmethode, die Gentechnik nutzt, ohne die Pflanzen gentechnisch zu verändern.

Sachgebiete: 705 - Technologie

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Stand: 11.01.2009