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Afrika im Wandel
(Serie: Innenansichten - Filmemacher aus dem Süden berichten)
1997 - VHS - 44 Min. - Nr. 175.1849
1. Busfahren in Kenia
Matatus" - auch als fahrende Särge verspottet - heißen in Kenia die dreckigen Busse, die in der Hauptstadt Nairobi und Umgebung Menschen billig, aber unbequem und vor allem nicht ohne Risiko transportieren. Denn dieser gefährliche "öffentliche Nahverkehr" ist für die stetig wachsende Zahl von Verkehrstoten mitverantwortlich. Der Reporter Joseph Warungu zeigt in seinem Beitrag das schnelle Leben eines Matatu - "Schaffners" auf der Überholspur.
2. Der Diamantenkönig von Guinea
Als vor einiger Zeit ein kleiner Minenbesitzer einen eiergroßen, 263-karätigen Diamanten fand und über Nacht zum Millionär wurde, brach im westafrikanischen Staat Guinea ein regelrechtes Diamantenfieber aus. Toyin Fani-Kayode erzählt die filmreife Geschichte von Moussa Mara, der den Jahrhundertdiamanten fand und berichtet über das legale und illegale Geschäft mit den kostbaren Steinen.
3. Schule des Lebens in Südafrika
Im Süden Johannesburgs haben Bewohner der Schwarzensiedlung "Orange Farm" mit der Gründung der "Black Forest High School" einen Weg aus der Misere des südafrikanischen Schulsystems gewiesen. Im Januar 1990 eröffnet, werden dort heute mehr als 8.000 Schüler unterrichtet. Ruda Landmann besuchte die inzwischen berühmte Schule, in der nicht nur die üblichen Fächer gelehrt werden. Nach dem Willen des Schulgründers werden die Kinder auf möglichst viele Anforderungen vorbereitet, die ihnen das Leben in ihrer Umgebung stellt.
4. Ein bißchen Frieden in Südafrika
Bis vor noch nicht allzulanger Zeit herrschte in den Arbeiterwohnheimen rund um Johannesburg Krieg. Gewaltsame ethnische Auseinandersetzungen zwischen Zulus und Xhosa waren an der Tagesordnung und forderten Tausende von Toten. Daß die Bewohner zweier ehemals verfeindeter Wohnheime heute friedlich nebeneinander leben, verdanken sie der persönlichen Initiative eines mutigen Mannes. Ruda Landmann hat ihn besucht und berichtet in ihrem Film über die Atmosphäre in den Wohnheimen damals und heute.
5. Wasserträger - ein traditionsreicher Beruf in Ägypten
Jahrhundertelang waren die "Sakkas", die Wasserträger ein besonderer Berufsstand in Kairo. Mit Wasserbehältern auf dem Rücken zogen sie durch die Straßen, versorgten Haushalte und öffentliche Bäder, Menschen und Tiere mit Wasser. Sie bewohnten ein eigenes Viertel und mußten strenge Vorschriften befolgen. Mit dem Ausbau der modernen Wasserversorgung wurden die "Sakkas" arbeitslos. Der Film blickt zurück auf die lange Geschichte eines traditionsreichen Berufes.


Sachgebiete: 820 - Afrika / 860 - Dritte Welt/Entwicklungshilfe


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Stand: 15.03.98