Familienbande (Serie: Innenansichten:
Filmemacher aus dem Süden berichten...) 1997 - VHS - 44. Min. - Nr. 175.1851 1. Totenkult in Madagaskar Die Ahnenverehrung nimmt in Madagaskar einen zentralen Platz ein. Dort werden unzählige Feste gefeiert,
die mit dem Tod zu tun haben oder die dem Gedanken an die Verstorbenen gewidmet sind. Auch die sogenannte "Famadian-Zeremonie",
die feierliche Umbettung der Gebeine von Angehörigen, gehört dazu. Joseph Warungu berichtet von dieser
ungewöhnlichen Form der "Familienzusammenführung". 2. Hausmädchen in Peru Viele junge Indio-Mädchen Perus ziehen vom Land in die Hauptstadt Lima. Hier hoffen sie auf Verdienst,
mit dem sie ihre Familie zu Hause unterstützen können und manchmal auch auf eine bessere Ausbildung.
Die meisten dieser jungen Frauen jedoch finden ihr Auskommen nur als Hausmädchen. Oft werden sie von ihren
Herrschaften ausgebeutet, schlecht und unregelmäßig bezahlt. Ein Sechzehn-Stunden-Tag läßt
ihnen kaum Zeit für den ersehnten Schulbesuch. In Irena Valentina Mentokaryos Film sprechen Maria und Pilar,
zwei Hausmädchen in Lima, über ihr Leben, ihre Enttäuschung und Träume. 3. Lebensabend in Indien Dank verbesserter medizinischer Vesorgung werden die Menschen in Indien immer älter. Um die Jahrtausendwende
werden etwa 80 Millionen Inder über 60 Jahre alt ein. Doch während sie früher in den Großfamilien
integriert und geachtet waren, hat die moderne indische Gesellschaft keinen Platz mehr für sie - egal ob sie
arm oder reich sind. Erst seit kurzem entstehen Seniorenheime - sogenannte "Ashrams" - und Organisationen
wie "Age Care" oder "Help Age", die die Interessen der älteren Generation vertreten. Meera
Dewan berichtet über das Schicksal alter Menschen und ihren Kampf für einen würdigen Lebensabend.