Serie: Sechs mal Sex und mehr... 1994 - VHS - 24-28 Min. je Folge Folgen 1 und 2 - Nr. 146.1218
Folgen 3 und 4 - Nr. 146.1219
Folgen 5 und 6 - Nr. 146.1220
"Wenn man sich nur trauen würde zu fragen.."
In der Sendereihe "Sechs mal Sex und mehr..." sprechen Jugendliche offen und authentisch über Liebe
und Sexualität und äußern ihre Gefühle, Ängste und Träume, die sich für sie
mit diesem Thema verbinden. Umfragen und Gruppeninterviews geben jeweils einen ersten Eindruck von Ansichten und
(Vor-)Urteilen, Kurzporträts zeichnen Lebenswege nach, Spielszenen, Sketche, Musik-Collagen und kurze Bildsequenzen
schaffen eine abwechslungsreiche Dramaturgie. Der Peer-group-Zugang vermittelt den gleichaltrigen Zuschauern die
Erfahrung, daß die hier zu Wort kommenden Jugendlichen die gleichen oder ähnliche Vorstellungen und
Wünsche, Gefühle, Fragen und Probleme haben. In allen Filmen wird die Botschaft deutlich, daß Sexualität
in Verbindung mit Liebe, Vertrauen und Zärtlichkeit menschlich und schön ist. Dazu enthalten die Filme
viele Anknüpfungspunkte für Gespräche. Folge 1: Das erste Mal Erste sexuelle Erfahrungen: Jungen und Mädchen entdecken sich selbst und den anderen; sie beschreiben
ihre Aufregungen, Ängste, Wünsche und Sehnsüchte bei der ersten Verliebtheit, den vorsichtigen Annäherungen,
Zärtlichkeiten und sexuellen Berührungen. Sie beschreiben Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen
und wie sie gelernt haben, darüber zu sprechen und sie zu akzeptieren. Das berühmt-berüchtigte "erste
Mal": Was war schön - und welche Fehler sollten andere auf keinen Fall machen? Folge 2: Frauensachen "Mädchen sein - Frau werden": Mädchen und junge Frauen sprechen von ihrer ersten Regel,
dem wachsenden Busen, von Verunsicherung der Gefühle, vorsichtigen Schwärmereien, der Entdeckung des
eigenen Körpers und vom Ende der Kindheit im Elternhaus. Zur Sprache kommt auch ihr Wunsch, über ihr
Leben selbst bestimmen zu können - trotz aller Schwierigkeiten, die es dabei geben kann. Folge 3: Halbe Hemden - ganze Kerle Jugend und junge Männer erzählen von ihren Erfahrungen auf dem Weg vom Jungen zum Mann und wie sie
die Veränderungen ihres Körpers in der Pubertät erlebt haben. Das Auf und Ab der Gefühle, sexuelle
Phantasien und Onanie kommen zur Sprache ebenso wie die Konkurrenz untereinander, Probleme mit der Männerrolle
und die schwierige Suche nach dem eigenen Selbstbewußtsein. Folge 4: Ich werde ich Die Suche nach dem eigenen Weg zwischen Familie und Clique. Töchter, Söhne und Eltern beschreiben
die konfliktreiche Ablösung zwischen Geborgenheit im Elternhaus und dem Wunsch nach mehr Freiraum. Sie sprachen
über gegenseitige Erwartungen und diskutieren darüber, welche (auch sexuellen) Freiheiten sie gegenseitig
akzeptieren können. Anpassungszwänge z.B. an den "angesagten" Lifestyle gibt es auch in der
Clique, wo jeder Verständnis, Zuwendung und Hilfe in Lebens- und Liebesfragen erwartet. Auch dominieren häufig
in gemischten Cliquen die Jungen und erwarten von den Mädchen, daß sie sich ihren Vorstellungen anpassen. Folge 5: Homo, Hetero, Bi oder was? Sexuelle Orientierungen: Fast alle Jugendlichen durchlaufen in ihrer Pubertät eine Phase, in der sie eine
körperliche Anziehung zum eigenen Geschlecht haben, ohne deshalb homosexuell zu sein. Junge Männer und
Frauen erinnern sich, wie sie mit dieser Verunsicherung umgegangen sind. Mädchen und Jungen, die zuerst nur
ahnen, dann deutlich fühlen und schließlich wissen, daß das andere Geschlecht sie "kalt"
läßt: zwei Kurzporträts vermitteln einen Eindruck von den Ängsten und Überraschungen,
die Homosexuelle durchmachen, bis sie sich zu ihrer Identität bzw. Schwuler bekennen können - gerade
auch gegenüber ihren Eltern und heterosexuellen Freunden. Folge 6: Liebe und so weiter Liebe ist mehr als Sex: aber viele Jugendliche wollen (noch) keine feste Beziehung eingehen. Singles erzählen,
wie sie mit ihrer Sexualität umgehen und wie sie sich und ihre Partnerin/ihren Partner schützen. Jugendliche
in einer festen Liebesbeziehung sprechen darüber, welche Bedeutung die Sexualität in ihrer Beziehung
hat, wieviel Nähe und wieviel Distanz sie brauchen, wieviel Unterschiedlichkeit sie verkraften können.
Und auch, wie sie mit ihren jeweiligen Wünschen nach Fortdauer ihrer Beziehung und dem Wunsch nach Kindern
umgehen.